[Amtlicher Beitrag] Mitteilungsblatt und digitale Kommunikation
Wie geht es weiter mit dem Mitteilungsblatt Hirschau und der digitalen Kommunikation?
Die Digitalisierung verändert zunehmend auch die Kommunikation zwischen Stadtverwaltung, Ortschaften und Bürgerschaft. In Tübingen wird deshalb darüber beraten, wie die digitale Kommunikation künftig orga-nisiert und vereinheitlicht werden kann. Ziel ist es, dass alle Tübinger Ortschaften künftig dasselbe System nutzen. Perspektivisch ist auch eine Ausweitung auf die Kernstadt denkbar. In diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage, wie das Mitteilungsblatt Hirschau künftig bereitgestellt werden soll und welche Rolle digitale Angebote dabei spielen können.
Warum gab es die Umfrage im letzten Mitteilungsblatt?
Die im letzten Mitteilungsblatt veröffentlichte Umfrage sollte uns einen Überblick darüber verschaffen, wie viele Hirschauerinnen und Hirschauer sich eine digitale Bereitstellung des Mitteilungsblatts vorstellen können und wer die gedruckte Ausgabe weiterhin bevorzugt. Die Rückmeldungen sind eine wichtige Grundlage, um die Wünsche und Bedürfnisse vor Ort besser ein-schätzen zu können. Schließlich soll eine mögliche Veränderung nicht an den tatsächlichen Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger vorbeigehen.
Ein gemeinsames System für alle Stadtteile
Neben der Frage nach der zukünftigen Bereitstellung des Mitteilungsblatts wird auf städtischer Ebene auch über die Nutzung digitaler Kommunikationsplattformen beraten. Dabei stehen insbesondere die Apps Stadt.Land.Funk und Hoplr im Raum. Ziel ist es, eine möglichst einheitliche Lösung für alle Tübinger Ortschaften zu finden. Deshalb werden Vertreterinnen und Vertreter aller Stadtteile an den weiteren Gesprächen teilnehmen. Auch die zentrale Stadtverwaltung soll eingebunden werden, da eine spätere Ausweitung auf die Kernstadt denkbar ist.
Aus meiner Sicht ist es wünschenswert, dass wir uns langfristig auf ein gemeinsames System verständigen. Eine einheitliche Lösung würde die Kommunikation vereinfachen und vermeiden, dass die Bürgerinnen und Bürger je nach Stadtteil unterschiedliche Apps nutzen müssen.
Wie könnte eine Übergangslösung aussehen?
Sollte zum jetzigen Zeitpunkt keine Einigung auf einen gemeinsamen Anbieter möglich sein, wäre als Alter-native ein einjähriger Praxistest denkbar. Die Ortschaften, die bereits Stadt.Land.Funk nutzen, könnten ihre bestehende Partnerschaft fortsetzen. Diejenigen, die neu einsteigen, könnten für ein Jahr Hoplr testen. Nach Ablauf dieses Zeitraums würden die Erfahrungen mit beiden Apps offen ausgewertet. Dabei soll betrachtet werden, welche Funktionen sich bewährt haben, wie gut die Bürgerinnen und Bürger erreicht wer-den und wo es Stärken und Schwachstellen gibt. Voraussetzung wäre, dass mit beiden Anbietern Vereinbarungen getroffen werden können, die die Preise für den vereinbarten Zeitraum sichern. Ebenso wichtig wäre eine verbindliche Verständigung darauf, dass nach der Testphase eine gemeinsame Entscheidung getroffen wird. Sollte dabei keine einheitliche Zustimmung zustande kommen, müsste auch die unterlegene Minderheit die gemeinsam festgelegte Entscheidung akzeptieren und auf das ausgewählte System umsteigen. Deshalb sollte bereits zu Beginn geklärt werden, nach welchen Kriterien und mit welchem Verfahren die endgültige Entscheidung getroffen wird.
Wie geht es in Hirschau weiter?
Sowohl bei der zukünftigen Bereitstellung des Mitteilungsblatts als auch bei der digitalen Kommunikation stehen noch weitere Abstimmungen an. Eine endgültige Entscheidung über die künftige Gestaltung und die Nutzung eines gemeinsamen Systems ist bislang nicht getroffen. Die Umfrage im letzten Mitteilungsblatt war daher ein erster wichtiger Schritt, um die Interessen der Hir-schauer Bürgerschaft zu erfassen. Sobald die weiteren Gespräche konkrete Ergebnisse bringen und fest-steht, wie die zukünftige Lösung aussehen soll, werden wir darüber informieren. Unser Ziel sollte sein, eine Lösung zu finden, die langfristig funktioniert, die Kommunikation erleichtert und sowohl den digitalen Möglichkeiten als auch den Bedürfnissen derjenigen gerecht wird, die Informationen weiterhin gerne in gedruckter Form erhalten.
